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Categoria: Aktuelle News
Bilder und Bericht Magione 2008 sind online

Los geht's

"RR" - rasender Rentner Erwin

Keine Sch....., Regen!

Kurze Anweisung vom Instruktor

wer gibt zuerst auf?

SchrägLage-Box am Abend (Teilansicht)

Karin, Herrin der Startaufstellung und Roland, Herr der Flaggen

GridGirl Sarah, selbst schnell

Schrauben wir oder starten wir?

wir schrauben noch

alles klar, Sitzbank hält!

Tobias, in einigen Jahren unser Instruktor

Humor ist, wenn man trotzdem lacht :-)
Blühende Mandel- und Mimosenbäume empfangen uns bei 25 Grad am Mittwoch in Magione, wie wir es halt seit 10 Jahren gewohnt sind. Blöder Wetterbericht! Lauter Lügen! In der Nacht zum Donnerstag auf einmal der Schock: Das Geräusch von Regentropfen auf dem Wohnwagendach. Sollte der Wetterbericht doch recht haben? Noch waren wir guter Dinge, die Annahme lief störungsfrei und routinemäßig, abends um 23.00 Uhr die letzten 2 Boxenschlüssel für die verspäteten bereitgelegt und ab in die Koje.
Am Freitag, na wer sagt es denn.. Kalt, sehr kalt zwar für Magione, aber blauer Himmel und Sonnenschein. Alle freuten sich und ignorierten die morgendliche Kälte. Die Fahrer/innen nutzten die Turns und der Fotograf ging auf die Strecke. Recht viel schöner kann ein Saisonbeginn nicht laufen. Höchstens ein wenig wärmer am Vormittag...
Am zweiten Tag dann holte uns der Wetterbericht ein: Regen satt und wer nur Slicks dabei hatte, für den war zuschauen angesagt. Die einen taten das dann auch, die anderen heizten die Box und machten die Schotten dicht. Unternehmungslustige starteten zur Sightseeing-Tour ins Umbrische Umland und die fahren wollten, sahen sich langsam nach Regenreifen um.
Die zurückgegebenen Transponder füllten mehr und mehr die Ladekoffer und im SchrägLage-Team machte sich leise Panik breit. Hatten wir doch ein gewisses Regentraining vor einigen Jahren noch in guter (bzw. schlechter) Erinnerung. Doch irgendwann stoppte der Transponderrückfluss, gute Laune herrschte überall und wir entspannten uns wieder. Lt. Vorabcheck konnten am nächsten Tag alle Rennen gestartet werden und der Tag lief unfallfrei und planmässig.
Die ersten Meldungen von den Sightseeing-Außenposten gingen ein: 30 km von Magione ist schönes Wetter. Wir harrten also alle der Sonne, die da kommen sollte. Tagsüber und vor allem Abends war die SchrägLage-Box gefüllt wie schon lange nicht mehr und trotz des Wetters war allenthalben gute Laune angesagt. Der Kaffee-Umsatz stieg in ungeahnte Dimensionen und zum ersten Mal überhaupt mussten wir die Bestände an Kaffee, Milch und Zucker im nahen Supermarkt auffüllen.
Einige Fahrer traten den Kampf nach vorne an und versorgten sich zum allerersten Mal mit Regenreifen. Was ich so hörte, hatten diese einen Mordsspaß damit. Nebenbei: Ich kann nur allen raten, sich mit einem Satz Regenreifen und einer vernünftigen Regenkombi einzudecken. Dann ist man für alle Zeit Herr der Lage und kann ein Training auch genießen, wenn die Sonne mal nicht scheint.
3. Tag, Renntag: Es regnete.... es regnete weiter trotz gegenteiligem Wetterbericht und das Starterfeld schmolz und schmolz nur so dahin. Aber auch das stoppte irgendwann und außer dem Dunlop-Cup wurden alle Rennen gestartet.
Im ZX10-Cup siegte Klaus, gefolgt von Mosi, Holger und Franz. Dem Franz sieht man seine neue Freude über die Regenreifen sogar noch auf dem Siegerehrungsfoto an :-).
Es folgte Streetbike gemeinsam gestartet mit dem Ladies-Cup. Die schnelle Aire hatte Lampenfieber wie immer, nur diesmal besonders heftig aufgrund Ihres Ausrutschers am Vortag. Man konnte sehen, dass sie die ersten 3 Runden den führenden Klimti angriff, um sich den Gesamtsieg zu holen, sich dann aber erinnerte, dass sie für den Ladies-Cup den Mann vor sich nicht besiegen musste :-)).
Wir "kämpften" um jeden einzelnen Starter und "reparierten" dafür sogar noch bei der Startaufstellung zur SSP das Motorrad von Stefan, dessen Sitzbank sich nicht richtig zum sitzen eignen wollte :-). Die etwas verlängerte Startphase quittierten die Fahrer dann derart, dass der neben mir stehende Streckenposten spontan die gelbe Flagge aus dem Köcher riss und mir der Atem stehen blieb, als das Starterfeld zum Anbremsen der ersten Rechts nach Start/Ziel vorbeidonnerte. Alle Fahrer reagierten aber cool und diszipliniert und als alle durch die erste Kurve waren, steckte der ausnahmslos italienisch sprechende Streckenposten die gelbe Flagge wieder weg und sagte in meine Richtung original "hoppala".
In der Superbike-Klasse zeigte als einziger der 12-jährige Tobias Mut zum Kampf gegen sich selbst. Zur Belohnung hatte er die Rennstrecke 7 Runden lang für sich alleine. Ich glaube, das war das schwierigste "Rennen" überhaupt.
In der Powerbike-Klasse natürlich wie immer das vollste Starterfeld. Die ersten Runden des Rennens wurden von Klaus und Mosi zum spannendsten Krimi gestaltet. Wir schwankten zwischen Bewunderung und Entsetzen. Klaus verteidigte unbeirrt seine Linie, während der attackierende Mosi dann nach ein paar Runden wie befürchtet seine 10er in die Botanik setzte. Gott sei Dank blieb er dabei unverletzt. (Für Außenstehende sei erwähnt, dass die beiden Freunde sind). Unsere Instruktoren mussten ausnahmslos in der OpenPowerbike-Wertung starten, um anderen den Platz nicht wegzunehmen. Dies zauberte natürlich bei Holger und Tom mit ihren Serienbikes traurige Gesichter. Tom musste mangels Regenkombi mit seit einem Tag klatschnasser Kombi nach wenigen Runden mit drohenden Erfrierungserscheinungen aufgeben, Holger gewann den 2. Platz in der OpenPowerbike. So kann sich ein Nachteil in Vorteil umkehren :-))
Spannend waren alle Rennen. Wesentlich spannender als normal bei Sonnenschein. Wir vom Team fieberten mit jedem Fahrer mit und bekamen ganz blaue Daumen vor lauter Daumendrücken.
Überhaupt gab es trotz dieser widrigen Verhältnisse und Asphalttemperaturen wenig Stürze, keine oder nur geringfügige Verletzungen. Das ist auf jeden Fall mal die Hauptsache.
Großes Kompliment an Alle, die bei Regen und Kälte gefahren und vor allem im Rennen gestartet sind. Unserer Meinung nach hat jeder einzelne Starter den 1. Platz verdient!!!!
Das zweitwichtigste: Allseits gute Laune und entspannte Stimmung 3 Tage lang. Dafür bedanke ich mich und das ganze Team recht herzlich bei allen Teilnehmern!!!! Danke an unseren "Altbundeskanzler" für das Spaghetti-Catering und danke an Karin, den leisen Engel im Hintergrund :-) Danke an das komplette Instruktoren-Team, Ihr habt Euren Job mit unglaublichem Humor und guter Laune kompetent gemacht, Danke an Peter, der die Orga und den Boxenservice souverän im Griff hatte.
lg Anita






